Inn. 3 Sekunden

„Wie schnell dieser Fluss fließt“ – diese Beobachtung äußerte die Sängerin Katie Melua während eines Konzerts in Innsbruck. Sie bildet den Ausgangspunkt für Klaus Giesriegls Zyklus: Der scheinbar gleichförmige Inn erweist sich als ein stetig wechselndes Gefüge von Bewegung, Licht und Zeit.

Im Echo von Heraklits *πάντα ῥεῖ* richtet sich der Blick auf das Flüchtige. Im Sekundentakt fotografiert Giesriegl denselben Flussabschnitt bei Hall und überführt ihn in drei Tuschezeichnungen.

Sichtbar wird radikale Veränderung im selben Ort: Wasser und Licht formen sich ständig neu. In dichter Scribbling-Technik wird die Zeichnung selbst zum Träger von Zeit und Bewegung.